Touren durch die EUREGIO EGRENSIS

Radwandern wird sowohl in Deutschland als auch in der Tschechischen Republik zunehmend beliebter. Dabei werden von den Radfahrern nicht nur Flusstäler oder ähnlich topographisch weniger anspruchsvolle Regionen nachgefragt, sondern auch Mittelgebirgslagen, wie sie für die EUREGIO EGRENSIS charakteristisch sind.


Radwanderweg Karlsroute zwischen Aue und Karlovy Vary

Mit dem Karlsroute-Radwanderweg (Bauzeit noch bis ca. Ende 2014) soll eine gleichnamige, grenzüberschreitende Radroute zwischen den Städten Aue (Sachsen) und Karlovy Vary (Böhmen) geschaffen werden. Die Karlsroute wird über den Erzgebirgskamm hinweg die überregionalen Radrouten 'Mulderadweg' (BRD) und 'Egerradweg' (ČR) miteinander verbinden. Entlang der Hauptroute entstehen mehrere Zubringer-/Nebenrouten, die mit der Hauptroute verknüpft werden, so dass eine zusätzliche radtouristische Erschließung dieses Teils des Erzgebirges ermöglicht wird. 

Zum Projekt gehört auch der "Lehrpfad an der Karlsroute", der im Juli 2013 in der Gemeinde Nové Hamry feierlich eingeweiht wurde. Er besteht aus 16 Informationstafeln mit je einer Bank entlang der künftigen grenzüberschreitenden Radstrecke. In  deutscher und tschechischer Sprache informieren die Tafeln den Besucher u.a. über die Flora und Fauna des Westerzgebirges, die Bergbautätigkeiten und Schmugglergeschichte in diesem Gebiet als auch über manche Sagen sowie die Erschließung der Region als Wander- und Skigebiet. Dabei ist so einiges Erstaunliches, Nachdenkliches als auch Schmunzelnswertes zu erfahren... Näheres zu Projektinhalt | Partnern | News... 

  • Förderung: Ziel3|Cíl3-Programm
  • Ausdehnung:
    Erzgebirgskreis (Sachsen)
    Karlovarský Kraj (Tschechien)
    Euroregionen Erzgebirge/Krušnohoří und EUREGIO EGRENSIS
  • Kosten:
    Gesamtfinanzierung: ca. 2,07 Mio. EUR
    85 % EU-Fördermittel EFRE
  • Projektlaufzeit
    30.05.2012 - 31.12.2014
  • Geplanter Streckenverlauf
    Weiterleitung zum Download GPX | KML

 

Radwanderkarten für Radfernwege

Auf Wunsch der Landkreise und der Tourismusstellen in der Region waren bereits seit 1995 zwei grenzüberschreitende Radfernwege ins Leben gerufen worden, die mit insgesamt über 1.000 km Länge die EUREGIO EGRENSIS zwischen Bayern, Böhmen, Sachsen und Thüringen „erfahrbar“ machen. Die EUREGIO EGRENSIS hat bei der Realisierung dieser Radfernwege auf die Unterstützung durch Europäische Fördermittel (INTERREG II und INTERREG III) zurückgegriffen.

Bei der Konzipierung der Radfernwege bediente sich die EUREGIO EGRENSIS der fachkundigen Erfahrung externer Partner. Beteiligt waren u.a. die Landkreise und Kommunen entlang der Strecken, die Tourismusverbände, der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) Landesverband Bayern sowie der Klub Českých Turistů (Klub tschechischer Touristen).

Eine Fortschreibung/Neuauflage der zugehörigen Radwegführer gab es nicht. Die Erfahrungen mit der Realisierung der beiden EUREGIO-EGRENSIS-Radfernwege fließen heute in die Konzeption weiterer grenzüberschreitender Radwege in der Region ein.

 

Radfernweg Bayern-Thüringen-Sachsen-Böhmen | EUREGIO-EGRENSIS-Radfernweg

Der als Rundtour konzipierte EUREGIO-EGRENSIS-Radfernwanderweg Bayern-Thüringen-Sachsen-Böhmen ist eine touristische Route für Radwanderer durch Sachsen, Thüringen, Bayern und Böhmen. Im Jahr 2000 feierlich eröffnet, erstreckt er sich insgesamt über eine Distanz von mehr als 500 km. Die Fahrt durch Fichtelgebirge, Frankenwald, Thüringer Schiefergebirge, Thüringisches und Sächsisches Vogtland, Erzgebirge (Krušné Hory), Falkenauer Becken (Sokolovská pánev) und Kaiserwald (Slavkovský les) ist für ambitionierte Radler geeignet.

Das landschaftlich sehr attraktive Gebiet der EUREGIO EGRENSIS weist eine Heilbäder- und Kurort-Dichte auf, die in Europa einmalig ist. Auch der Bergbau hat interessante Spuren in weiten Teilen der Region hinterlassen. Neben diesen zwei Schwerpunkten finden sich aber auch eine Reihe weiterer Sehenswürdigkeiten am Rande des Radweges.

Die Route ist individuell befahrbar, so dass der Radfahrer, je nach persönlichen Interessen und Stärken, die Strecke nach Belieben einteilen kann. In diesem Zusammenhang bietet die Bahn bzw. das EgroNet die Möglichkeit der Fahrradmitnahme an. Es empfiehlt sich jedoch, im Vorfeld die Konditionen für die Fahrradmitnahme zu erfragen.
Der dazugehörige Radwegführer erschien beim Galli-Verlag, ISBN-Nummer 3-931944-47-6 (geringe Restbestände solange Vorrat reicht unter Tel. 03741-128 6461), ist jedoch bezüglich Streckenführung nicht mehr auf dem aktuellen Stand.


Näheres zur aktuellen Streckenführung

Klick zum Streckenverlauf über das Geoportal des Vogtlandkreises hier!

Die Standorte der E-Bike-Verleih- und Akkuladestationen im Vogtlandkreis findet man im Geoportal über Punkt Tourismus -> E-Bikes.

GPX-Daten zum aktuellen Routenverlauf für die Bereiche Vogtlandkreis und Thüringen finden Sie hier (Weitere Ergänzungen sind geplant.):

Download: GPX-Track für GPS-Geräte und Smartphones, Bereich Vogtlandkreis

Download: GPX-Track für GPS-Geräte und Smartphones, Bereich Thüringen


Weitere Infos zum Thüringer Teil incl. Höhenprofil bietet der Radroutenplaner Thüringen, für den bayerischen Teil die Website Bayernbike.de.

 

Radfernweg Bayern-Böhmen

Rechtzeitig mit dem Beitritt der Tschechischen Republik zur Europäischen Union wurde Mitte Juni 2004 die Eröffnung des neuen grenzüberschreitenden Radfernweges „Bayern-Böhmen“ gefeiert. Aus der Taufe gehoben hat diesen Radfernweg die EUREGIO EGRENSIS in Kooperation mit den Landkreisen Amberg-Sulzbach, Schwandorf, Neustadt an der Waldnaab, Tirschenreuth, Bayreuth und Wunsiedel und den kreisfreien Städten Amberg und Weiden sowie dem Klub Českých Turistů.

Auf rund 525 km verbindet der Radfernweg auf einer Rundtour Bayern und Böhmen. Dabei geht es u. a. durch das Land der Choden - den ehemals böhmischen Grenzhütern - und durch die „Obere Pfalz“ mit ihrer wechselhaften Geschichte.
Bedeutende Zeugen der Vergangenheit werden immer wieder angetroffen: mittelalterliche Stadt- und Ortsbilder, die unterschiedlichsten Museen sowie Spuren des Bergbaus und der vielfältigen Geologie. Vorbei an bekannten Orten wie Marienbad, Amberg und Weiden, werden sowohl die Geschichte der Region als auch Land und Leute „erfahrbar“.

Der Radfernweg beginnt in Bischofsgrün im Fichtelgebirge und knüpft an den Radfernweg „Bayern, Thüringen, Sachsen, Böhmen“ an. Gekennzeichnet ist er auf bayerischer Seite mit dem Logo der EUREGIO EGRENSIS. Vom Fichtelgebirge aus geht es entlang von Fichtelnaab und Waldnaab über Weiden und durch Teile des Bayerischen Jura nach Sulzbach-Rosenberg und Amberg.

Entlang von Lauterach, Vils und Naab wird Schwandorf erreicht. Auf der Trasse der ehemaligen Bahnlinie geht es von Schwarzenfeld aus durch den Oberpfälzer Wald zum Grenzübergang Eslarn/Tillyschanz. Von dort aus besteht Anschluss an das tschechische Radwegesystem mit seinen gelben Nummerierungen. Durch den Nordteil des Böhmerwaldes werden das sehenswerte Tachov und der bekannte Kurort Marienbad erreicht. Der Rückweg nach Bischofsgrün führt u. a. durch Waldsassen mit seiner berühmten Basilika und Marktredwitz.

Der entsprechende Radwegführer (ISBN 3-936990-07-7) ist beim Galli-Verlag erschienen. Nähere Informationen sind auch unter Bayernbike abrufbar.


Weiterleitung zur Liste der Radfernwege Deutschlands auf Wikipedia hier!